Serom nach Liposuktion: Wie häufig es vorkommt und was Studien über die Schwellung sagen

Serom nach Liposuktion: Wie häufig es vorkommt und was Studien über die Schwellung sagen

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage von Fachstudien recherchiert und geschrieben und automatisch mit diesen Quellen abgeglichen. Er wurde nicht von einer Ärztin oder einem Arzt geprüft. Er dient der Information und ist keine medizinische Beratung. Bitte besprechen Sie Ihre Situation mit einer qualifizierten Fachärztin oder einem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. So arbeiten wir (Englisch).

Zuletzt aktualisiert: 23.10.2026

In einer Metaanalyse von 39 Studien mit insgesamt 29.368 Patientinnen und Patienten trat ein Serom nach Liposuktion bei 0,65 % auf[1]. Schwellungen gehören dagegen, zusammen mit Schmerzen und Blutergüssen, besonders in den ersten Wochen nach der Operation häufig zu den örtlichen Beschwerden an der Absaugstelle[2]. Ein generalisiertes Ödem, also eine allgemeine Schwellung, wurde in derselben Metaanalyse mit einer Häufigkeit von 0,041 % angegeben[1].

Wie häufig ist ein Serom nach Liposuktion?

In der großen Metaanalyse lag die Häufigkeit eines Seroms nach Liposuktion bei 0,65 %, mit einem Konfidenzintervall von 0,33 % bis 1,24 %[1]. Die häufigste Komplikation war dort eine Konturdeformität mit 2,35 %, ein Hämatom wurde mit 0,27 % angegeben[1]. Die Autoren bewerten die Liposuktion als sicheren Eingriff mit geringen Komplikationen[1].

Serome bei der High-Definition-Liposuktion

Bei der High-Definition-Liposuktion, einer fortgeschrittenen Liposuktionstechnik, ergab eine systematische Übersicht mit 6.964 Patientinnen und Patienten ein Serom bei 231 Personen (3,3 %)[3]. Das Serom war in dieser Übersicht nach einer vorübergehenden Hyperpigmentierung (3,8 %) die zweithäufigste Komplikation[3]. Nur 0,2 % der Komplikationen wurden in dieser Übersicht als schwer eingestuft[3].

Serome nach sehr großen Absaugmengen

Nach Ansicht der Autoren einer prospektiven Studie ist ein Serom nach Liposuktion, besonders nach sogenannten Megasitzungen mit mehr als 5 Litern, eine häufige Komplikation[4]. In dieser Studie mit 50 Männern, bei denen jeweils mehr als 5 Liter abgesaugt wurden, entwickelten 17 Patienten ein Serom[4].

Serome bei der Fettabsaugung unter dem Kinn

Bei der ästhetischen submentalen Liposuktion, also der Fettabsaugung unter dem Kinn, erfasste eine systematische Übersicht 270 Nebenwirkungen bei 2.085 Eingriffen, das entspricht 12,9 % pro Eingriff[5]. Serome machten 57 dieser Nebenwirkungen aus, das sind 21,1 %[5]. Die meisten Nebenwirkungen waren laut dieser Übersicht geringfügig und ließen sich ambulant behandeln[5].

Fragen Sie Ihre Chirurgin oder Ihren Chirurgen, welche dieser Zahlen am ehesten zu Ihrem geplanten Eingriff passen.

Wie lange dauert die Schwellung nach einer Fettabsaugung?

Schwellungen treten nach einer Liposuktion besonders in den ersten Wochen nach der Operation häufig an der Absaugstelle auf[2]. Eine Pilotstudie hat die Schwellung am siebten, vierzehnten und einundzwanzigsten Tag nach der Operation gemessen[2].

In dieser Pilotstudie wurde bei 52 Patientinnen und Patienten über einen Zeitraum von 18 Monaten Fett an beiden Flanken abgesaugt und anschließend in die Brust übertragen[2]. Unmittelbar nach der Operation wurde bei allen ein Kinesio-Tape auf die rechte Bauchflanke geklebt[2]. Im getapten Bereich fanden die Forschenden am vierzehnten und einundzwanzigsten Tag statistisch signifikante Unterschiede bei der Schwellung[2].

In einer weiteren Studie mit 46 Patientinnen und Patienten, bei denen die Liposuktion mit einem heliumbasierten Plasma-Radiofrequenzgerät kombiniert wurde, kam es in 22 Fällen (47,8 %) zu einer Schwellung nach der Operation[6]. Blutergüsse traten in dieser Studie in 11 Fällen (23,9 %) auf[6].

Wie lange die Schwellung bei Ihnen voraussichtlich anhält, besprechen Sie am besten vorab mit Ihrer Chirurgin oder Ihrem Chirurgen. Weitere Fragen zur Erholung beantwortet unsere Seite FAQ zur Heilung nach der Operation.

Wann tritt ein Serom nach Liposuktion auf, und wie wird es erkannt?

In der Studie mit 50 Männern nach Megasitzungen wurden die Patienten drei Wochen lang jeden zweiten Tag auf ein Serom untersucht[4]. Die Autoren dieser Studie warnen, dass Serome die Ergebnisse beeinträchtigen können, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden[4].

Bei der Fettabsaugung unter dem Kinn traten die Nebenwirkungen insgesamt im Mittel 1,7 Monate nach dem Eingriff auf, bei einer medianen Nachbeobachtung von 10 Monaten[5]. Dieser Wert bezieht sich auf alle erfassten Nebenwirkungen nach submentaler Liposuktion, nicht nur auf Serome[5].

Eine radiologische Übersichtsarbeit zählt Serome neben Infektionen, Blutungen, Hämatomen und Lymphödemen zu den häufigen Komplikationen der Liposuktion[7]. Diese Arbeit zeigt, wie Komplikationen nach Liposuktion in der Computertomografie und im Ultraschall aussehen[7].

In einer Serie von 870 Liposuktionen kamen seröse Absonderungen aus den Zugangsstellen und Ansammlungen serös-blutiger Flüssigkeit, die abgelassen werden mussten, in weniger als 10 % der Fälle vor[8]. In 65 % der Fälle dieser Serie lag die abgesaugte Gesamtmenge über 5 Litern[8].

Fragen Sie Ihre Chirurgin oder Ihren Chirurgen, wie bei einem Serom das weitere Vorgehen aussieht und mit welcher Dauer bis zur Rückbildung Sie rechnen können.

Helfen Drainagen gegen ein Serom nach Fettabsaugung?

In der Studie mit 50 Männern nach Megasitzungen entwickelten 13 von 25 Patienten ohne zusätzliche Drainagemaßnahmen ein Serom, aber nur 4 von 25 Patienten mit Drainagemaßnahmen[4]. Die Autoren halten Drainagemaßnahmen und das Einlegen von Drainagen für wirksame Methoden, um die Serombildung zu verringern und die Erholung zu verbessern[4].

Diese Ergebnisse stammen aus einer Studie mit ausschließlich männlichen Patienten, mit Absaugmengen zwischen 8 und 12 Litern[4]. Ob bei Ihrem Eingriff Drainagen geplant sind, können Sie im Vorgespräch klären.

Spielen Technik und Geräte beim Serom eine Rolle?

Eine Übersicht aus dem Jahr 2000 nannte Serome und Gewebeverbrennungen als Nachteile der damaligen Instrumente für die Ultraschall-Liposuktion[9].

Eine Übersicht zur Liposuktion bei übergewichtigen Patientinnen und Patienten berichtet, dass beim Einsatz mehrerer Geräte zur Straffung von Haut und Weichgewebe möglicherweise ein erhöhtes Risiko für ein Serom (2,27 %) und für ein subkutanes Emphysem (1,47 %) besteht[10]. Die Autoren raten deshalb zu einem umsichtigen Einsatz dieser Geräte[10].

In einer Studie zur Bauchdeckenstraffung mit Flankenabsaugung entwickelten 8 von 19 Patienten (42 %) mit ultraschallgestützter Liposuktion ein Serom, gegenüber 15 von 60 Patienten (25 %) mit konventioneller Liposuktion, ohne signifikanten Unterschied[11]. In der Studie mit dem heliumbasierten Plasma-Radiofrequenzgerät trat in drei Fällen (6,5 %) ein leichtes Serom auf[6].

Was hilft beim Entwässern nach der Liposuktion?

In einer Serie von 870 Liposuktionen wurde frühes Aufstehen und Gehen gefördert, um Flüssigkeitsverschiebungen zu mobilisieren, die Erholung zu beschleunigen und tiefen Venenthrombosen vorzubeugen[8]. Der Autor dieser Serie berichtet außerdem, dass eine Tumeszenzlösung mit Ringer-Laktat klinisch zu weniger Gewebeschwellung nach der Operation führte als physiologische Kochsalzlösung[8].

Laut der Pilotstudie zum Kinesio-Taping haben mehrere Studien gezeigt, dass Kinesio-Taping den Blut- und Lymphfluss verbessert[2]. Die Autoren dieser Pilotstudie schließen, dass Kinesio-Taping in der verwendeten Form Schwellung und Schmerzen verringert und das Abklingen von Blutergüssen nach Liposuktion fördert[2].

Ob Kinesio-Taping, Kompressionskleidung oder Lymphdrainage für Sie infrage kommen, besprechen Sie mit Ihrer Chirurgin oder Ihrem Chirurgen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag über elastische Kompressionsbekleidung.

Erhöht eine Bauchdeckenstraffung mit Liposuktion das Risiko für ein Serom?

Ob eine zusätzliche Liposuktion bei einer Bauchdeckenstraffung das Risiko für ein Serom erhöht, beantworten zwei Studien unterschiedlich[12][11]. In einer Studie mit 200 Patientinnen und Patienten aus den Jahren 2004 bis 2007 lag die Häufigkeit eines Seroms bei 31,2 % nach Bauchdeckenstraffung mit Flankenabsaugung und bei 16,0 % nach alleiniger Bauchdeckenstraffung[12].

In einer anderen Studie mit 118 Patientinnen und Patienten aus den Jahren 1992 bis 2002 entwickelten 23 von 79 Patienten (29 %) nach Bauchdeckenstraffung mit Flankenabsaugung ein Serom, verglichen mit 15 von 39 Patienten (38 %) nach alleiniger Bauchdeckenstraffung, ohne signifikanten Unterschied[11]. Eine dritte Studie mit 619 Patientinnen und Patienten fand durch die zusätzliche Liposuktion weder in der Gruppe mit Drainagen noch in der Gruppe mit progressiven Spannungsnähten ein höheres Risiko für ein Serom[13].

In einer Studie mit 146 Patientinnen und Patienten nach Bauchdeckenstraffung lag die Häufigkeit eines Seroms ohne progressive Spannungsnähte bei 26 % und mit diesen Nähten bei 4 %[14]. Ein höherer Body-Mass-Index war in einer Studie zur Bauchdeckenstraffung ein unabhängiger Risikofaktor für ein Serom[12]. In einer anderen Studie zur Bauchdeckenstraffung entwickelten 31 von 81 übergewichtigen oder adipösen Patienten (38 %) ein Serom, gegenüber 7 von 37 normalgewichtigen Patienten (19 %)[11].

Welche Warnzeichen brauchen sofort ärztliche Hilfe?

Wenn eine Schwellung rasch größer wird oder Sie Fieber, Brustschmerzen oder Atemnot bemerken, wenden Sie sich sofort an Ihre Chirurgin oder Ihren Chirurgen oder rufen Sie den Rettungsdienst. Warten Sie bei diesen Zeichen nicht bis zum nächsten Kontrolltermin.

Eine Fortbildungsarbeit nennt die tiefe Venenthrombose, die mit Lungenembolie und Tod verbunden ist, als häufigste schwerwiegende Komplikation der Liposuktion[15]. In der großen Metaanalyse lag die Häufigkeit venöser Thromboembolien bei 0,017 % und die Häufigkeit von Infektionen bei 0,020 %[1].

Einen Überblick über weitere Komplikationen gibt unser Beitrag über die Risiken der Fettabsaugung. Zu Empfindungsstörungen lesen Sie unseren Beitrag über Taubheit, Brennen und Nervenschmerzen nach Fettabsaugung.

Wie sieht es bei nicht-chirurgischen Alternativen aus?

Auch eine nicht-chirurgische Behandlung kann mit Schwellungen einhergehen: In einer Metaanalyse zur Kryolipolyse, einer nicht-chirurgischen Behandlung zur Fettreduktion, lag die Häufigkeit von Ödemen als Nebenwirkung bei 30,5 %[16]. Die Metaanalyse umfasste 30 Studien mit 3.158 Teilnehmenden[16]. Taubheitsgefühle wurden dort mit 49,5 % und Rötungen mit 44,5 % angegeben[16].

Gespräch mit Ihrer Chirurgin oder Ihrem Chirurgen

Diese Fragen können Sie im Vorgespräch mit einer Fachärztin oder einem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie stellen:

  • Wie häufig sehen Sie ein Serom nach dem Eingriff, den Sie bei mir planen?
  • Planen Sie bei mir Drainagen, und aus welchem Grund?
  • Welche Risiken gelten für die Technik oder das Gerät, das Sie einsetzen möchten?
  • Wie oft und wie lange sehen Sie mich nach der Operation zur Kontrolle?
  • Welche Nachsorge, etwa Kompressionskleidung oder Kinesio-Taping, empfehlen Sie mir?
  • Woran erkenne ich, dass ich mich zwischen den Kontrollterminen bei Ihnen melden sollte?

Häufige Fragen

Wie häufig ist ein Serom nach Fettabsaugung?

In einer Metaanalyse von 39 Studien mit 29.368 Patientinnen und Patienten lag die Häufigkeit eines Seroms nach Liposuktion bei 0,65 %[1]. Bei der High-Definition-Liposuktion trat in einer systematischen Übersicht mit 6.964 Patientinnen und Patienten bei 231 Personen (3,3 %) ein Serom auf[3].

Wie lange hält die Schwellung nach einer Liposuktion an?

Schwellungen treten nach einer Liposuktion besonders in den ersten Wochen nach der Operation häufig an der Absaugstelle auf[2]. Eine Pilotstudie hat die Schwellung am siebten, vierzehnten und einundzwanzigsten Tag nach der Operation gemessen[2]. Wie lange die Schwellung bei Ihnen anhält, kann Ihre Chirurgin oder Ihr Chirurg am besten einschätzen.

Verringern Drainagen das Risiko für ein Serom?

In einer Studie mit 50 Männern nach Megasitzungen entwickelten 13 von 25 Patienten ohne zusätzliche Drainagemaßnahmen ein Serom, aber nur 4 von 25 Patienten mit Drainagemaßnahmen[4]. Die Autoren halten Drainagen für wirksame Methoden, um die Serombildung zu verringern[4].

Was kann beim Entwässern nach der Liposuktion helfen?

In einer Serie von 870 Liposuktionen wurde frühes Aufstehen und Gehen gefördert, um Flüssigkeitsverschiebungen zu mobilisieren und die Erholung zu beschleunigen[8]. In einer Pilotstudie mit 52 Patientinnen und Patienten zeigte der mit Kinesio-Tape versorgte Bereich am vierzehnten und einundzwanzigsten Tag statistisch signifikante Unterschiede bei der Schwellung[2].

Wann sollte ich wegen einer Schwellung sofort Hilfe suchen?

Wenn eine Schwellung rasch größer wird oder Sie Fieber, Brustschmerzen oder Atemnot bemerken, wenden Sie sich sofort an Ihre Chirurgin oder Ihren Chirurgen oder rufen Sie den Rettungsdienst.

Quellen

  1. Risks and Complications Rate in Liposuction: A Systematic Review and Meta-Analysis. Aesthetic surgery journal. 2024. PubMed 38563572
  2. Evaluation of Kinesio Taping for Edema, Ecchymosis, and Pain After Liposuction: A Prospective Pilot Study. Aesthetic surgery journal. 2023. PubMed 37378563
  3. A Systematic Review of Efficacy and Complications of High-Definition Liposuction. Plastic and reconstructive surgery. 2023. PubMed 36728192
  4. Liposuction: Drains, Are They Adequate? Plastic and reconstructive surgery. Global open. 2020. PubMed 32537341
  5. Adverse Events Related to Submental Aesthetic Liposuction: A Systematic Review. Journal of oral and maxillofacial surgery : official journal of the American Association of Oral and Maxillofacial Surgeons. 2026. PubMed 42235595
  6. Scarless Enhanced Body Contouring. Aesthetic plastic surgery. 2025. PubMed 39402197
  7. Imaging Findings of Liposuction with an Emphasis on Postsurgical Complications. Korean journal of radiology. 2015. PubMed 26576108
  8. Liposuction. Indian journal of plastic surgery : official publication of the Association of Plastic Surgeons of India. 2008. PubMed 20174540
  9. Powered liposuction. Dermatologic surgery : official publication for American Society for Dermatologic Surgery [et al.]. 2000. PubMed 10759816
  10. Lipoplasty in the Overweight Patient. Clinics in plastic surgery. 2024. PubMed 37945074
  11. Abdominoplasty, liposuction of the flanks, and obesity: analyzing risk factors for seroma formation. Plastic and reconstructive surgery. 2006. PubMed 16525264
  12. Comparison of seroma formation following abdominoplasty with or without liposuction. Plastic and reconstructive surgery. 2011. PubMed 21200239
  13. Seroma Rates Are Not Increased When Combining Liposuction With Progressive Tension Suture Abdominoplasty: A Retrospective Cohort Study of 619 Patients. Aesthetic surgery journal. 2018. PubMed 29360916
  14. Risk of seroma with simultaneous liposuction and abdominoplasty and the role of progressive tension sutures. Aesthetic plastic surgery. 2008. PubMed 17849158
  15. MOC-PS(SM) CME article: liposuction. Plastic and reconstructive surgery. 2008. PubMed 18379377
  16. Cryolipolysis and associated health outcomes, adverse events, and satisfaction: A systematic review and meta-analysis. Obesity reviews : an official journal of the International Association for the Study of Obesity. 2025. PubMed 40211915