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Zuletzt aktualisiert: 23.10.2026
Schwere Komplikationen nach einer Fettabsaugung scheinen selten zu sein, doch eine Facharbeit nennt eindeutige Risiken, darunter Todesfälle mit einer Rate von 1 auf 5.000 Eingriffe[1].
Eine andere Auswertung zählte bei der Tumeszenz-Liposuktion über insgesamt 396.457 Liposuktionen, einschließlich eigener unveröffentlichter Daten, keine gemeldeten Todesfälle, bei intravenöser Sedierung oder Vollnarkose dagegen eine Sterblichkeitsrate von 2,6 bis 19,1 pro 100.000 Fällen[2].
Eine Übersichtsarbeit kam zu dem Schluss, dass die Risiken von Liposuktion und Facelift im Vergleich mit den meisten allgemeinchirurgischen Eingriffen günstig abschneiden[3].
Wie häufig schwere Komplikationen und Todesfälle bei einer Fettabsaugung sind, hängt laut den Studien unter anderem von der Art der Betäubung und den Umständen des Eingriffs ab[2][4].
Für Deutschland beschreibt eine Arbeit fast 250.000 Fettabsaugungen pro Jahr, durchgeführt von verschiedenen chirurgischen und nicht-chirurgischen Fachrichtungen in Umgebungen vom Operationssaal eines Krankenhauses bis zur Arztpraxis[1]. Dieselbe Arbeit hält fest, dass schwere Komplikationen selten zu sein scheinen, und nennt Todesfälle mit einer Rate von 1 auf 5.000 Eingriffe als eindeutiges Risiko[1].
Eine Auswertung gemeldeter Todesfälle fand bei der Tumeszenz-Liposuktion keine Todesfälle, gezählt über insgesamt 396.457 Liposuktionen einschließlich eigener unveröffentlichter Daten[2]. Bei Fettabsaugungen mit intravenöser Sedierung oder Vollnarkose wurden dagegen Todesfälle gemeldet, mit einer Sterblichkeitsrate von 2,6 bis 19,1 pro 100.000 Fällen[2].
Die beiden Arbeiten nennen damit unterschiedliche Zahlen: 1 auf 5.000 Eingriffe in der einen[1] und 2,6 bis 19,1 pro 100.000 Fälle unter intravenöser Sedierung oder Vollnarkose in der anderen[2].
Eine Übersichtsarbeit weist darauf hin, dass Todesfälle und Komplikationen nach Schönheitsoperationen nicht zuverlässig und umfassend erfasst werden[3]. Laut dieser Arbeit können Chirurgen und Patienten die tatsächlichen Risikoraten plastisch-chirurgischer Eingriffe wegen statistischer Widersprüche in der Literatur nicht genau einschätzen[3].
Ja, Todesfälle nach einer Fettabsaugung sind beschrieben, wobei die genannten Raten je nach Arbeit und Art der Betäubung unterschiedlich ausfallen[1][2].
Als häufigste schwere Komplikation der Liposuktion nennt ein Fortbildungsartikel die tiefe Venenthrombose, die mit Lungenembolie und Tod in Verbindung steht[5].
Ein tödlicher Verlauf ist außerdem in einem Fallbericht über eine schwere Infektion nach Liposuktion beschrieben[6]. Eine Auswertung veröffentlichter Fälle von Lungenfettembolie nach Liposuktion und Fetttransplantation schließt ebenfalls Todesfälle ein[7].
Eine Übersichtsarbeit zitiert eine große Studie, nach der die Sterblichkeit der Vollnarkose bei 1 zu 13.000 liegt, was laut den Autoren in etwa dem gesamten Sterberisiko bei Schönheitsoperationen entspricht[3].
Wie sich diese Zahlen auf Ihre persönliche Situation übertragen lassen, besprechen Sie am besten mit Ihrer Chirurgin oder Ihrem Chirurgen.
Eine systematische Übersicht von 24 Studien nannte mehrere Faktoren, die zu einem erhöhten Risiko schwerer Komplikationen und Todesfälle beitrugen[4]. Dazu zählten die Anwendung der (super)nassen Technik, systemische Betäubung, vor allem Vollnarkose und intravenöse Sedierung, die Durchführung durch einen plastischen Chirurgen, die Durchführung in einem Operationssaal sowie die Kombination mit anderen Eingriffen[4].
Eine Facharbeit nennt als wichtige Risikofaktoren[1]:
Eine Übersichtsarbeit hält fest, dass eine lange Operationsdauer in anderer chirurgischer Literatur wiederholt mit Komplikationen und Sterblichkeit in Verbindung gebracht wurde, was laut den Autoren auch für Schönheitsoperationen von Bedeutung ist[3].
Laut derselben Übersicht zeigen Daten zu Liposuktion und Facelift im Allgemeinen, dass chirurgische Zentren statistisch sicherer sind als Operationssäle in Krankenhäusern[3]. Diese Daten waren allerdings nicht nach der ASA-Risikoklasse standardisiert, also nach dem Gesundheitszustand der Patienten vor der Operation[3].
Die Art der Betäubung gilt in mehreren Arbeiten als wichtiger Faktor für das Risiko einer Liposuktion[2][4].
Bei der Tumeszenz-Liposuktion wird laut einer Arbeit eine Tumeszenzlösung aus Kochsalzlösung, Lidocain und Adrenalin in die unerwünschten Fettdepots gespritzt, und der Schmerz wird örtlich kontrolliert[2]. Bei intravenöser Sedierung oder Vollnarkose ist die Patientin oder der Patient laut dieser Arbeit dagegen bewusstlos[2]. Die Autoren empfehlen, Liposuktionen wann immer möglich als Tumeszenz-Liposuktion durchzuführen und intravenöse Sedierung oder Vollnarkose sorgfältiger abzuwägen[2].
Eine systematische Übersicht kam zu dem Schluss, dass die Liposuktion in Tumeszenz-Lokalanästhesie die sicherste Methode der Fettentfernung ist, vor allem wenn keine oder nur minimale systemische Betäubung eingesetzt wird[4]. Unabhängig von der ärztlichen Fachrichtung sind laut dieser Übersicht Wissen und Training in der Tumeszenztechnik entscheidend für eine optimale Sicherheit[4].
Ein weiterer Artikel beschreibt die Liposuktion unter Vollnarkose als mit erheblicher Morbidität und einem Sterberisiko verbunden[8]. Laut einer anderen Übersicht kann die Vollnarkose ein Risiko tragen, das etwa gleich groß oder vielleicht größer ist als das der Schönheitsoperation selbst[3].
Eine ältere Arbeit betont, dass jede Form der Betäubung zu schweren Komplikationen führen kann und dass Chirurg und Praxisteam für eine Notfall-Wiederbelebung gut geschult und ausgerüstet sein müssen[9].
Mehr zur Methode lesen Sie in unserem Beitrag zur Tumeszenz-Liposuktion.
Das Fettemboliesyndrom nach einer Liposuktion ist eine lebensbedrohliche Komplikation, deren Häufigkeit gering ist[10].
Eine Übersicht definiert das Fettemboliesyndrom als Fett im Blutkreislauf mit einem erkennbaren Muster von Anzeichen wie Sauerstoffmangel im Blut, Atemschwäche, neurologischen Störungen und einem petechialen Hautausschlag[10]. Die drei Hauptmerkmale sind laut einer anderen Übersicht Atemschwäche, eine Beteiligung des Gehirns und ein petechialer Ausschlag[11]. Viele Betroffene entwickeln allerdings nicht alle drei klassischen Symptome[12].
Eine spezifische Therapie gegen das Fettemboliesyndrom nach Liposuktion gibt es derzeit nicht, deshalb sind Vorbeugung, Früherkennung und unterstützende Behandlung entscheidend[10][11].
In einer Fallserie von neun Patienten mit Fettemboliesyndrom hatten sechs eine Liposuktion und drei mehrere Knochenbrüche[13]. In dieser Serie traten die Komplikationen nach der Liposuktion rasch auf, im Durchschnitt 1,8 Stunden nach dem Eingriff[13]. Von allen neun Patienten der Serie überlebten acht, während einer an einer anhaltenden Hirnembolie und Mangeldurchblutung des Gehirns starb[13].
Eine systematische Auswertung veröffentlichter Fälle von Lungenfettembolie nach Liposuktion und Fetttransplantation umfasste 38 Patienten aus 20 Ländern[7]. Bei 76 % der Patienten begannen die Symptome innerhalb von 24 Stunden nach der Operation, und alle Verstorbenen starben innerhalb von 5 Tagen nach dem Eingriff[7]. Unter allen eingeschlossenen Patienten benötigten 75 % eine maschinelle Beatmung, 38 % hatten einen Herzstillstand und 33 % starben[7].
Je früher die Symptome einer Lungenfettembolie einsetzten, desto schwerer war laut dieser Auswertung der Verlauf[7]. Wer die erste Episode einer Lungenfettembolie ohne bleibende Schäden überlebt, kann laut den Autoren mit einer vollständigen Erholung rechnen[7].
Ein Fallbericht beschreibt einen ansonsten gesunden Mann, der am ersten Tag nach einer Liposuktion zur Brustreduktion ein Fettemboliesyndrom entwickelte, unterstützend mit Sauerstoff behandelt wurde und sich rasch vollständig erholte[14].
Zu den weiteren beschriebenen Komplikationen der Liposuktion gehören eine seltene Perforation von Darm oder Organen durch die Kanüle[5] und eine schwere Infektion durch Clostridium perfringens[6].
Ein Fortbildungsartikel bespricht die seltene Perforation von Darm oder Organen durch die Kanüle, um das Bewusstsein von Chirurgen für dieses Problem und seine Vermeidung zu schärfen[5].
Ein Fallbericht beschreibt eine 24-jährige Frau, die zwei Tage nach einer Fettabsaugung an beiden Beinen mit einer Infektion durch Clostridium perfringens in die Notaufnahme kam und trotz einer Operation zur Wundreinigung und unterstützender Behandlung starb[6]. Die Autoren sehen als mögliche Ursache, dass Standards für Desinfektion und Umgebung bei der Operation nicht eingehalten wurden[6]. Eine nekrotisierende Fasziitis nach Liposuktion ist laut diesem Bericht selten, aber tödlich, besonders bei verzögerter Diagnose[6].
Lesen Sie dazu auch unsere Ratgeber zu Serom und Schwellung nach Fettabsaugung sowie zu Taubheit, Brennen und Nervenschmerzen nach Fettabsaugung.
Die Vergrößerung des Gesäßes durch Fetttransplantation wird laut einer Übersicht mit einer besorgniserregenden Zahl gemeldeter Todesfälle in Verbindung gebracht[15]. Gleichzeitig haben verschiedene Chirurgen den Eingriff laut dieser Übersicht bei vielen Patienten ohne gemeldete Todesfälle durchgeführt[15].
Als entscheidend für die Sicherheit nennt die Arbeit die richtige Patientenauswahl, geeignete Instrumente, die Lagerung der Patienten, die richtige Technik und Kenntnisse der Anatomie[15]. Eine weitere Übersicht empfiehlt, Fett nur in die oberflächlichen Schichten zu spritzen und Abstand zu den Gesäßvenen zu halten[12].
Ein Bericht aus Los Angeles County verzeichnete zwischen 2010 und 2018 sechs weitere Fälle von Makro- oder Mikrofettembolien, die zum Tod führten[16]. Nach Erfahrung der Autoren ist das Risiko einer Fettembolie in Los Angeles in den letzten Jahren gesunken, und seit 2018 gab es dort nur einen Fall, bei dem eine Person ohne Zulassung den Eingriff vornahm[16]. Eine Fettembolie bleibt laut diesem Bericht möglich, wenn fachliche Empfehlungen nicht befolgt werden[16].
Bei schweren Komplikationen wie dem Fettemboliesyndrom oder einer schweren Infektion betonen mehrere Arbeiten die Bedeutung einer frühen Diagnose und rechtzeitigen Behandlung[13][6].
Wenn Sie nach einer Fettabsaugung Atemnot, Brustschmerzen, Verwirrtheit, Fieber oder eine rasch zunehmende Schwellung bemerken, wenden Sie sich sofort an Ihre Chirurgin oder Ihren Chirurgen oder rufen Sie den Rettungsdienst.
Eine Arbeit weist darauf hin, dass Praxen Patienten mit schweren Komplikationen an Notaufnahmen von Krankenhäusern überweisen können, wo mit dem Eingriff nicht vertrautes Personal das Risiko schwerer Komplikationen unterschätzen kann[1].
Sagen Sie dem Rettungsdienst und dem Klinikpersonal, dass Sie kürzlich eine Fettabsaugung hatten.
Diese Fragen können Sie in einem Beratungsgespräch mit einer erfahrenen Chirurgin oder einem erfahrenen Chirurgen stellen:
Lesen Sie auch unseren Beitrag zur Auswahl eines Liposuktions-Chirurgen.
Laut einer Facharbeit scheinen schwere Komplikationen selten zu sein, doch sie nennt Todesfälle mit einer Rate von 1 auf 5.000 Eingriffe als eindeutiges Risiko[1]. Eine andere Auswertung fand bei der Tumeszenz-Liposuktion keine gemeldeten Todesfälle, bei intravenöser Sedierung oder Vollnarkose dagegen eine Sterblichkeitsrate von 2,6 bis 19,1 pro 100.000 Fällen[2].
Ja, Todesfälle sind beschrieben, und ein Fortbildungsartikel nennt die tiefe Venenthrombose, die mit Lungenembolie und Tod in Verbindung steht, als häufigste schwere Komplikation der Liposuktion[5]. Auch das Fettemboliesyndrom nach Liposuktion ist eine lebensbedrohliche Komplikation, deren Häufigkeit gering ist[10].
Eine systematische Übersicht kam zu dem Schluss, dass die Liposuktion in Tumeszenz-Lokalanästhesie die sicherste Methode der Fettentfernung ist, vor allem wenn keine oder nur minimale systemische Betäubung eingesetzt wird[4].
In einer Fallserie traten die Komplikationen nach der Liposuktion rasch auf, im Durchschnitt 1,8 Stunden nach dem Eingriff[13]. In einer Auswertung veröffentlichter Fälle von Lungenfettembolie begannen die Symptome bei 76 % der Patienten innerhalb von 24 Stunden nach der Operation[7].