In einer Studie auf Basis einer nationalen Datenbank wurde die kosmetische Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) zusammen mit Eingriffen erfasst, bei denen überschüssige Haut und überschüssiges Weichgewebe unterhalb des Nabels entfernt werden[1]. Dagegen beschreibt eine retrospektive Studie mit Fettabsaugungspatienten verbleibende Hauterschlaffung und Konturunregelmäßigkeiten als fortbestehende Grenzen der Fettabsaugung[2]. Wenn beide Eingriffe als Lipoabdominoplastik kombiniert werden, fand eine Metaanalyse von siebzehn Studien mit 14.061 erwachsenen Patientinnen und Patienten keinen Hinweis darauf, dass die kombinierte Operation mit höheren Komplikationsraten verbunden war als die traditionelle Bauchdeckenstraffung[3].
Wenn das Fett also weg wäre, bliebe dann noch lose Haut oder eine Trennung der Bauchmuskeln zurück? Warum nicht eine Fachärztin oder einen Facharzt für Plastische Chirurgie bitten, Ihnen bei einer Untersuchung zu helfen, diese Frage zu beantworten?
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Die Fettabsaugung wird häufig zur Körperformung durchgeführt, doch verbleibende Hauterschlaffung und Konturunregelmäßigkeiten bleiben laut einer retrospektiven Studie mit Fettabsaugungspatienten Bedenken bei dieser Technik[2]. In einer retrospektiven Kohorte von Patientinnen und Patienten, die für eine Bauchkonturierung untersucht wurden, hatten die 20, die nur eine Fettabsaugung am Bauch erhielten, eine Gesamtkomplikationsrate von 5 Prozent[4].
In derselben Kohorte zur Bauchkonturierung waren zwei der 20 Patientinnen und Patienten mit alleiniger Fettabsaugung (10 Prozent) unzufrieden und unterzogen sich einer weiteren Korrektur mit einer vollständigen Bauchdeckenstraffung[4].
In einer retrospektiven Studie mit 113 Patientinnen und Patienten, die von einem einzigen Chirurgen behandelt wurden, hatten die 40, die eine Fettabsaugung mit anschließender Helium-Plasma-Radiofrequenz erhielten, einer wärmeabgebenden Energiebehandlung, die die Hautkontraktion anregen soll, eine niedrigere Rate an Bauchdeckenstraffungen als die 73 mit konventioneller Fettabsaugung (30 % gegenüber 67,1 %)[2]. Die Komplikationsraten waren in dieser Studie zwischen den beiden Gruppen ähnlich (2,5 % gegenüber 2,7 %)[2].
Eine systematische Übersichtsarbeit, die laserassistierte mit traditioneller Fettabsaugung verglich, schloss sieben Studien ein und berichtete in drei Studien eine bessere Hautretraktion mit laserassistierter Fettabsaugung unter den Hauptergebnissen, doch die Autorinnen und Autoren fanden ein hohes Verzerrungsrisiko, das eine verlässlichere Schlussfolgerung verhindert[5].
Wenn Sie eine Fettabsaugung allein in Betracht ziehen, lesen Sie unsere Seite über realistische Erwartungen an die Liposuktion.
Die Datenbankstudie zur kosmetischen Bauchdeckenstraffung umfasste 11.137 Patientinnen und Patienten, bei denen zwischen 2015 und 2019 überschüssige Bauchhaut unterhalb des Nabels entfernt wurde, darunter 4.740 mit kosmetischer Bauchdeckenstraffung und 6.397 mit funktioneller Pannikulektomie[1].
Eine Metaanalyse, die Lipoabdominoplastik mit Bauchdeckenstraffung verglich, beschreibt die Lipoabdominoplastik als Operation, um die Körperkontur zu verbessern und durch massiven Gewichtsverlust verursachte überschüssige Haut zu entfernen[3].
Eine Fallserie berichtet, dass die hochgespannte laterale Bauchdeckenstraffung Erschlaffung und Fülle an Flanke und seitlichem Oberschenkel unzureichend behandelt und dass überschüssiges Weichgewebe an den Flanken trotz ergänzender Fettabsaugung oft bestehen bleibt[6]. Diese Serie von 72 aufeinanderfolgenden Patientinnen und Patienten setzte eine erweiterte Lipoabdominoplastik, als kosmetischer Bodylift bezeichnet, bei Patientinnen und Patienten ohne massiven Gewichtsverlust ein[6].
Mehr Hintergrund finden Sie auf unserer Seite Über die Bauchdeckenstraffung.
Eine Fortbildungsübersicht zur Bauchdeckenstraffung nennt die Korrektur einer Rektusdiastase durch Plikation der Rektusscheide unter ihren Lernzielen[7].
In einer retrospektiven Serie von 146 Patientinnen und Patienten wurde die hochauflösende Lipoabdominoplastik als Technik zur Behandlung von Erschlaffung und Lipodystrophie des Bauches beschrieben, mit Korrektur der Muskeldiastase[8]. In dieser Serie wurden in 76 Fällen (52 %) kombinierte Operationen durchgeführt[8].
In einer britischen Serie von 286 aufeinanderfolgenden Patientinnen und Patienten mit drainagefreier Lipoabdominoplastik umfasste die Bauchdeckenstraffung eine mehrschichtige Rektusplikation[9].
Eine Serie von 24 männlichen Patienten kombinierte eine quere Plikation der Bauchwand mit hochauflösender Lipoabdominoplastik[10]. Die Autoren dieser Serie mit Männern weisen darauf hin, dass Rektusdiastasen bei Männern seltener sind als bei Frauen, wobei die Schwangerschaft der maßgeblichste Faktor für ihre Entstehung ist[10].
In einer Kohorte eines einzelnen Chirurgen, die biplanare und standardmäßige Lipoabdominoplastik verglich, vermuten die Autoren, dass Patientinnen und Patienten mit einer Schwächung der Bauchwand und etwas Fülle an der Hüftlinie am meisten von der biplanaren Technik profitieren würden[11]. Dieselbe Kohorte fand keine statistisch signifikanten Unterschiede bei Komplikationsraten, Eingriffsdauer oder ästhetischen Ergebnissen zwischen den beiden Techniken[11].
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Die Lipoabdominoplastik kombiniert laut einer Übersicht über die Technik zwei traditionelle Verfahren, die Bauchdeckenstraffung und die Fettabsaugung[12]. Diese Übersicht stellt fest, dass die traditionelle plastische Bauchchirurgie wegen der notwendigen großflächigen Unterminierung des Lappens zu einer hohen Morbiditätsrate führt und dass der im Jahr 2001 eingeführte Ansatz der Lipoabdominoplastik eine selektive Unterminierung zwischen den inneren Rändern der geraden Bauchmuskeln standardisierte, die 30 % der traditionellen Unterminierung entspricht[12].
Eine Literaturübersicht berichtet, dass sich die Lipoabdominoplastik nicht breit durchgesetzt hat, weil Bedenken wegen vermehrter Komplikationen im Zusammenhang mit der Wundheilung und mit Thromboembolien bestehen[13].
Eine randomisierte klinische Studie teilte Patientinnen und Patienten mit Bauchdeckenstraffung einer Lipoabdominoplastik, einer traditionellen Bauchdeckenstraffung oder einer kombinierten Technik mit weiter Unterminierung und Fettabsaugung des Bauchlappens zu[14]. Diese Studie fand keine statistisch signifikanten Unterschiede bei den Komplikationsraten zwischen den Gruppen, und die Fettabsaugung, mit oder ohne weite Unterminierung, war wirksamer darin, die epigastrische Hautfaltendicke zu verringern und die ästhetischen Ergebnisse zu verbessern[14].
Eine Metaanalyse fand in der Lipoabdominoplastik-Gruppe weniger Komplikationen als in der Gruppe mit traditioneller Bauchdeckenstraffung (RR = 0,85; 95-%-KI 0,74–0,97)[3]. In der Subgruppenanalyse hatte die Lipoabdominoplastik-Gruppe eine geringere Häufigkeit von Hämatomen (RR = 0,56) und Seromen (RR = 0,69)[3].
Unter allen 14.061 Patientinnen und Patienten dieser Metaanalyse entwickelten 577 (4,1 %) ein Serom, 113 (0,8 %) ein Hämatom und 35 (0,2 %) eine tiefe Venenthrombose[3]. In derselben gepoolten Gruppe hatten 783 Patientinnen und Patienten (5,6 %) eine Wundinfektion, eine Wunddehiszenz oder eine Fettnekrose[3].
In einer Auswertung der Krankenakten von 161 Patientinnen und Patienten hatte die Lipoabdominoplastik eine Rate durchblutungsbedingter Komplikationen von 4,30 Prozent gegenüber 11,76 Prozent bei der traditionellen Bauchdeckenstraffung, ein Unterschied, der statistisch nicht signifikant war (p = 0,126)[15]. Eine Revisionsoperation benötigten in dieser Auswertung 10,75 Prozent der Patientinnen und Patienten mit Lipoabdominoplastik und 20,58 Prozent derjenigen mit traditioneller Bauchdeckenstraffung (p = 0,116)[15].
Diese Aktenauswertung fand auch bei Hochrisikopatientinnen und -patienten, die aktiv rauchten oder deutliche Narben oberhalb des Nabels von einer früheren Bauchoperation hatten, keinen statistisch signifikanten Unterschied bei durchblutungsbedingten Komplikationen[15].
In der Kohorte zur Bauchkonturierung mit 114 Patientinnen und Patienten hatten die 31 mit kombinierter Fettabsaugung und Bauchdeckenstraffung Komplikations-, Unzufriedenheits- und Revisionsraten von 9, 3 und 3 Prozent[4]. In derselben Kohorte hatte die Gruppe mit traditioneller Bauchdeckenstraffung mit W-förmiger Schnittführung eine Komplikationsrate von 42 Prozent, eine Unzufriedenheitsrate von 42 Prozent und eine Revisionsrate von 39 Prozent[4].
Die Seromzahlen unterscheiden sich sogar innerhalb einer Quelle: Eine Literaturübersicht zählte Serome bei 21 von 1.316 Patientinnen und Patienten mit Lipoabdominoplastik (1,6 %), während die eigene Fallserie derselben Autoren Serome bei 20 von 85 Patientinnen und Patienten verzeichnete[13].
Die britische Serie mit 286 Patientinnen und Patienten berichtete eine Seromrate von 3,1 %, wobei 16,0 % der Patientinnen und Patienten eine Revision in Vollnarkose und 6,6 % eine Revision in örtlicher Betäubung benötigten[9]. In dieser britischen Serie hatte ein Drittel der Patientinnen und Patienten lokale Komplikationen, und es gab keinen signifikanten Zusammenhang zwischen dem abgesaugten Volumen und einem der vier primären Endpunkte[9].
In der Serie zum kosmetischen Bodylift mit 72 Patientinnen und Patienten umfassten die Komplikationen Serome bei 2,8 Prozent, Infektionen bei 4,2 Prozent, Nekrosen oder Ischämien bei 4,2 Prozent und Revisionen bei 18,1 Prozent[6].
In einer retrospektiven Auswertung von 118 aufeinanderfolgenden Patientinnen und Patienten mit Bauchdeckenstraffung entwickelten übergewichtige oder adipöse Patientinnen und Patienten häufiger Serome als normalgewichtige (31 von 81 oder 38 Prozent gegenüber 7 von 37 oder 19 Prozent)[16].
In einer Aktenauswertung eines einzelnen Chirurgen mit 83 Patientinnen und Patienten mit Bauchdeckenstraffung zeigten 21 adipöse und 62 nicht adipöse Patientinnen und Patienten keine signifikanten Unterschiede bei Serom, Wunddehiszenz, Hämatom oder Infektion im Operationsgebiet[17].
Eine zusätzliche Fettabsaugung an den Flanken schien das Seromrisiko in der Auswertung mit 118 Patientinnen und Patienten nicht zu erhöhen, mit Seromen bei 15 von 39 Patientinnen und Patienten (38 Prozent) nach alleiniger Bauchdeckenstraffung und bei 23 von 79 Patientinnen und Patienten (29 Prozent) nach Bauchdeckenstraffung mit Fettabsaugung an den Flanken[16]. Eine separate Studie mit 232 Patientinnen und Patienten mit Bauchdeckenstraffung kam zu dem Schluss, dass eine Fettabsaugung mit geringem Volumen fern vom Bauchlappen die Häufigkeit von Seromen nicht erhöht[18].
In der nationalen Datenbankstudie war das Risiko einer Lungenembolie nach der Operation unabhängig mit kosmetischer Bauchdeckenstraffung, erhöhtem Body-Mass-Index, kürzlichem Gewichtsverlust vor der Operation und gleichzeitiger Hernienreparatur verbunden[1]. Die meisten Lungenembolien traten in dieser Studie ambulant nach der Entlassung auf (87,2 %), im Durchschnitt 10,5 ± 6,7 Tage nach der Operation[1].
Die Autoren dieser Datenbankstudie legen nahe, dass es ratsam sein kann, körperformende Eingriffe am Bauch mit Gewebeentfernung aufzuschieben, bis sich das Gewicht stabilisiert hat[1]. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite über Komplikationen und Risiken der Liposuktion.
Wenn Sie nach der Operation Brustschmerzen, Atemnot oder ein geschwollenes, schmerzhaftes Bein bemerken, wenden Sie sich sofort an Ihre Chirurgin oder Ihren Chirurgen oder an den Rettungsdienst.
In einer prospektiven Kohortenstudie mit 31 normoglykämischen hispanischen Frauen ohne Adipositas zeigten die 18 mit kombinierter Fettabsaugung und Bauchdeckenstraffung 60 Tage nach der Operation signifikant gesenkte HOMA-IR-Werte, ein Maß für die Insulinresistenz, die 13 mit alleiniger Fettabsaugung dagegen nicht[19]. Die Autoren legen nahe, dass eine Fettabsaugung in Kombination mit einer Bauchdeckenstraffung die Insulinresistenz bei gesunden hispanischen Frauen verbessert, und halten weitere Studien für notwendig[19].
Nehmen Sie die Leitfrage dieses Artikels mit in Ihr Beratungsgespräch, und lassen Sie sich von einer Fachärztin oder einem Facharzt für Plastische Chirurgie untersuchen, bevor Sie sich entscheiden.
Eine Studie mit Fettabsaugungspatienten beschreibt verbleibende Hauterschlaffung als fortbestehende Grenze der Fettabsaugung[2]. Eine systematische Übersichtsarbeit berichtete in einigen Studien eine bessere Hautretraktion mit laserassistierter Fettabsaugung, fand aber ein hohes Verzerrungsrisiko, das eine verlässliche Schlussfolgerung verhindert[5].
Eine Metaanalyse von siebzehn Studien fand keinen Hinweis darauf, dass die Lipoabdominoplastik mit höheren Komplikationsraten verbunden war als die traditionelle Bauchdeckenstraffung[3]. Eine Aktenauswertung von 161 Patientinnen und Patienten fand mit der Lipoabdominoplastik keinen statistisch signifikanten Anstieg durchblutungsbedingter Komplikationen[15].
Einige Serien schließen eine Muskelkorrektur ein: Eine retrospektive Serie von 146 Patientinnen und Patienten beschrieb die hochauflösende Lipoabdominoplastik mit Korrektur der Muskeldiastase[8]. Eine britische Serie zur Lipoabdominoplastik umfasste eine mehrschichtige Rektusplikation[9]. Fragen Sie eine Fachärztin oder einen Facharzt für Plastische Chirurgie, ob eine Plikation in Ihrem Fall vorgesehen ist.
In einer Auswertung von 118 Patientinnen und Patienten mit Bauchdeckenstraffung schien eine Fettabsaugung an den Flanken das Risiko einer Serombildung nicht zu erhöhen[16]. Eine Metaanalyse fand in der Lipoabdominoplastik-Gruppe eine geringere Häufigkeit von Seromen als in der Gruppe mit traditioneller Bauchdeckenstraffung[3].