Wie weh tut eine Fettabsaugung wirklich? Was Studien zu Schmerzen danach zeigen

Nach einer Fettabsaugung treten häufig mäßige bis starke Schmerzen auf, wie es in der Einleitung einer randomisierten Studie zur Mega-Fettabsaugung heißt[1]. Bei der Tumeszenzbetäubung wird eine stark verdünnte örtliche Betäubungslösung ins Gewebe gespritzt, die laut einer Übersichtsarbeit auch nach der Operation noch länger schmerzlindernd wirkt[2]. Für die Schmerzbehandlung nach Körperformungs-Eingriffen, zu denen die Fettabsaugung zählt, gibt es laut einer weiteren Übersichtsarbeit viele Neuerungen jenseits von Opiaten[3].

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung auf Grundlage von Fachstudien recherchiert und geschrieben und automatisch mit diesen Quellen abgeglichen. Er wurde nicht von einer Ärztin oder einem Arzt geprüft. Er dient der Information und ist keine medizinische Beratung. Bitte besprechen Sie Ihre Situation mit einer qualifizierten Fachärztin oder einem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. So arbeiten wir (Englisch).

Was passiert bei einer Fettabsaugung im Gewebe?

Bei einer Fettabsaugung wird Fett über Kanülen, also Röhrchen, entfernt, die durch winzige Schnitte in das Fettgewebe eingeführt werden[4].

Eine rückblickende Auswertung umfasste 28 Patientinnen und Patienten mit großvolumiger Fettabsaugung, von denen 26 Frauen waren[5]. Die durchschnittliche Narkosedauer lag in dieser Gruppe bei 220,39 Minuten[5]. Zu den erhobenen Messwerten gehörte auch der Schmerzwert nach der Operation[5].

Die Autoren dieser Auswertung kamen zu dem Schluss, dass eine Mega-Fettabsaugung bei richtiger Patientenauswahl, umfassender körperlicher Untersuchung mit Blutuntersuchung vor der Operation, einer akkreditierten Einrichtung sowie einem sehr erfahrenen plastischen Chirurgen und Anästhesisten sicher als Tageseingriff möglich ist[5].

Wie stark sind die Schmerzen nach einer Fettabsaugung?

In der Placebogruppe einer randomisierten Studie mit Mega-Fettabsaugung in Vollnarkose verlangten die Patientinnen und Patienten im Schnitt nach 0,95 Stunden das erste Schmerzmittel[1].

An dieser Studie nahmen 90 Patientinnen und Patienten im Alter von 18 bis 50 Jahren teil, aufgeteilt in drei Gruppen zu je 30[1]. In der Gruppe, die vor und nach der Operation eine Kombination aus Duloxetin und Pregabalin erhielt, vergingen bis zur ersten Schmerzmittelanforderung im Schnitt 2,39 Stunden[1]. In der Gruppe mit Pregabalin und Placebo waren es im Schnitt 1,89 Stunden[1].

Die Gruppe mit beiden Wirkstoffen brauchte in den ersten 72 Stunden nach der Operation weniger Morphin als die beiden anderen Gruppen[1]. Diese Gruppe hatte außerdem höhere Werte bei der Qualität der Erholung und bei der Zufriedenheit[1].

Eine weitere randomisierte Studie umfasste 63 Patientinnen und Patienten mit Bauchdeckenstraffung und/oder Fettabsaugung[6]. Dort hatte die Kontrollgruppe stärkere Schmerzen und einen höheren stündlichen Morphinverbrauch als die beiden Gruppen, die während der Operation Ketamin allein oder Ketamin mit Magnesium bekamen[6].

Welche Schmerzmittel für Sie infrage kommen, besprechen Sie bitte mit Ihrer Chirurgin oder Ihrem Chirurgen und dem Narkoseteam.

Wie verändern sich die Schmerzen in den Tagen und Wochen danach?

Am ersten Tag nach einer Fettabsaugung an den Armen waren die Schmerzwerte in einer randomisierten Studie auf der Seite mit Tranexamsäure in der Tumeszenzlösung niedriger als auf der Placebo-Seite[7].

In diese Studie wurden 78 Patientinnen und Patienten mit insgesamt 156 Armen aufgenommen, bei denen die Fettabsaugung an den Armen allein oder zusammen mit anderen Eingriffen erfolgte[7]. Auch die Blutergüsse waren am ersten Tag auf der Seite mit Tranexamsäure geringer[7]. Die Gesamtrate an Komplikationen lag bei 8,97 %[7].

In einer Auswertung der Datenbank PearlDiver mit 56.773 Patientinnen und Patienten nach Körperformungs-Eingriffen von 2010 bis 2020, darunter Fettabsaugungen, betrug die durchschnittliche Dauer einer Opioidtherapie 17,92 Tage[8]. Rauchende bekamen in dieser Auswertung deutlich mehr Opioide verschrieben als Nichtrauchende[8]. Auch Patientinnen und Patienten mit Wundinfektion, aufgegangener Wunde oder venöser Thromboembolie erhielten deutlich mehr Opioide[8].

Nach einer Fettabsaugung bei Lipödem ist eine Fibrose laut einer Studie eine häufige Komplikation, die oft zu Gewebeverhärtung, Schmerzen und beeinträchtigten ästhetischen Ergebnissen führt[9]. In dieser Studie lag der Schmerzwert bei den Patientinnen, die ab dem siebten Tag nach einer motorunterstützten Fettabsaugung eine Stoßwellentherapie erhielten, bei 2,3 ± 0,8[9]. In der Kontrollgruppe von 25 Patienten ohne Stoßwellentherapie lag er bei 4,7 ± 1,2[9].

Mehr zum zeitlichen Ablauf lesen Sie in unserem Artikel zur Heilung nach Fettabsaugung.

Tumeszenzbetäubung oder Vollnarkose: Was bedeutet das für die Schmerzen?

Die Tumeszenzbetäubung kann laut einer Übersichtsarbeit die einzige Form der Betäubung für einen Eingriff sein[2].

Dabei wird eine sehr verdünnte örtliche Betäubungslösung mit Epinephrin und Natriumbicarbonat so lange ins Gewebe gespritzt, bis es fest und gespannt ist[2]. Das Natriumbicarbonat verringert den Schmerz, den das Einspritzen der sauren Betäubungslösung verursacht[2]. Die Technik wurde ursprünglich im Bereich der Fettabsaugung beschrieben[2].

Das Lidocain der Tumeszenzlösung wird laut dieser Übersichtsarbeit sehr langsam aus dem Unterhautgewebe aufgenommen, was zu niedrigeren und späteren Spitzenspiegeln im Blut und zu einer verlängerten Schmerzlinderung nach der Operation führt[2]. Bei Einhaltung der pharmakologischen Grundsätze hat die Technik laut der Arbeit bisher eine vorbildliche Sicherheitsbilanz[2]. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zur Tumeszenz-Liposuktion.

Die randomisierte Studie mit 90 Teilnehmenden zu Duloxetin und Pregabalin betraf geplante Mega-Fettabsaugungen in Vollnarkose[1]. Ein Studienprotokoll beschreibt eine geplante Studie mit 90 Patientinnen und Patienten, die bei einer Fettabsaugung wegen Lymphödem in Vollnarkose Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung prüfen soll[10]. Hintergrund ist, dass neuere Studien einen Zusammenhang zwischen Lärm im Operationssaal ab 70 Dezibel und stärkeren Schmerzen nach der Operation berichtet haben[10].

In einer Studie mit 192 Patientinnen und Patienten nach großvolumiger Fettabsaugung hatten die Gruppe mit weniger und die Gruppe mit mehr Infiltrationslösung, bezogen auf das Idealgewicht, ähnliche Schmerzwerte nach der Operation[11]. Die größere Menge ging in dieser Studie aber mit einem höheren Risiko für Übelkeit, Bluthochdruck und Unterkühlung nach der Operation einher[11].

Fragen Sie Ihre Chirurgin oder Ihren Chirurgen, welche Betäubung für Ihren Eingriff geplant ist und warum.

Wie werden Schmerzen nach einer Fettabsaugung behandelt?

Eine gute Schmerzkontrolle nach der Operation verkürzt laut einer Übersichtsarbeit zu Körperformungs-Eingriffen den Krankenhausaufenthalt und fördert das frühe Aufstehen, was wiederum Komplikationen verringert[3].

Zu den Neuerungen jenseits von Opiaten zählen laut dieser Arbeit eine länger andauernde örtliche Betäubung, Regionalblockaden und ein multimodales Schema mit Nicht-Opiaten[3]. Alle diese Ansätze sollen den Verbrauch von Opiaten senken, damit die Darmfunktion schneller zurückkehrt und das Suchtrisiko sinkt[3].

In der Studie zu Ketamin und Magnesium verbrauchte die Gruppe mit beiden Wirkstoffen in den ersten 12 Stunden fast 50 % weniger Morphin als die Kontrollgruppe und die Gruppe mit Ketamin allein[6]. Bei den Nebenwirkungen fanden sich dort keine Unterschiede zwischen den Gruppen[6].

Bei der Fettabsaugung wegen Lymphödem haben nicht-medikamentöse Strategien laut dem Studienprotokoll Vorrang, damit Zeichen einer Minderdurchblutung an Armen und Beinen nicht überdeckt werden[10].

Zu Taubheitsgefühlen und Nervenbeschwerden lesen Sie mehr in unserem Artikel Taubheit, Brennen und Nervenschmerzen nach Fettabsaugung.

Lindert eine Fettabsaugung die Schmerzen bei einem Lipödem?

Bei Lipödem an den Beinen ging die Fettabsaugung in einer Meta-Analyse mit einem deutlichen und anhaltenden Rückgang der Schmerzen einher[12].

Diese Meta-Analyse umfasste zehn Studien mit 901 Patientinnen und Patienten, von denen insgesamt 87,7 % über weniger Schmerzen nach der Operation berichteten[12]. Der Schmerzrückgang hielt auch bei Nachbeobachtungen von mehr als sechs Monaten an[12]. Die Autoren weisen auf Heterogenität und überwiegend beobachtende Daten hin[12].

In einer Langzeitstudie mit 25 Patienten und 72 Fettabsaugungen gingen spontane Schmerzen und Druckempfindlichkeit bis zur ersten Nachuntersuchung nach durchschnittlich 16 Monaten deutlich zurück und blieben bis zur zweiten nach durchschnittlich 37 Monaten stabil[13].

Eine weitere Meta-Analyse mit sieben Studien fand Verbesserungen bei spontanen Schmerzen, Ödemen, Blutergüssen, Beweglichkeit und Lebensqualität, doch über die Hälfte der Patientinnen und Patienten brauchte nach der Operation weiterhin konservative Therapie[14]. Die Autoren stufen die Fettabsaugung bei Lipödem deshalb als ergänzende, experimentelle Therapie und nicht als endgültige Heilung ein[14].

Laut einer Übersichtsarbeit lassen sich Lipödem-Schmerzen derzeit nicht mit Medikamenten behandeln, während für die Fettabsaugung eine langfristige Wirkung auf diese Schmerzen gezeigt wurde[15]. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zu den Langzeitergebnissen der Lipödem-OP.

Wann sind Schmerzen nach einer Fettabsaugung ein Warnzeichen?

Wenn Sie nach einer Fettabsaugung Brustschmerzen, Atemnot, eine schnell wachsende Schwellung, Fieber oder plötzlich stark zunehmende Schmerzen bemerken, wenden Sie sich sofort an Ihre Chirurgin oder Ihren Chirurgen oder an den Rettungsdienst.

Klären Sie schon vor der Operation, wen Sie nachts und am Wochenende erreichen.

Welche Fragen sollten Sie Ihrer Chirurgin oder Ihrem Chirurgen stellen?

Diese Fragen können Sie zum Beratungsgespräch mitbringen:

  • Welche Art der Betäubung planen Sie für meinen Eingriff, und warum?
  • Wie sieht Ihr Plan zur Schmerzbehandlung vor, während und nach der Operation aus?
  • Welche Beschwerden gelten in den ersten Tagen als erwartbar, und wann soll ich mich bei Ihnen melden?
  • Gibt es bei mir Faktoren, die für die Schmerzbehandlung wichtig sind?
  • Wen erreiche ich bei Fragen außerhalb der Sprechzeiten?

Häufige Fragen

Tut die Fettabsaugung während des Eingriffs weh?

Bei der Tumeszenzbetäubung wird eine stark verdünnte örtliche Betäubungslösung ins Gewebe gespritzt, die laut einer Übersichtsarbeit die einzige Form der Betäubung für einen Eingriff sein kann[2]. Ein Zusatz von Natriumbicarbonat verringert dabei den Schmerz beim Einspritzen der sauren Lösung[2].

Wie lange braucht man nach einer Fettabsaugung Schmerzmittel?

In einer Datenbankauswertung von Körperformungs-Eingriffen, darunter Fettabsaugungen, dauerte eine Opioidtherapie im Schnitt 17,92 Tage[8]. Wie lange Sie selbst Schmerzmittel brauchen könnten, besprechen Sie am besten mit Ihrer Chirurgin oder Ihrem Chirurgen.

Kann man Schmerzen nach einer Fettabsaugung ohne Opiate behandeln?

Laut einer Übersichtsarbeit zu Körperformungs-Eingriffen gibt es viele Neuerungen jenseits von Opiaten, darunter länger andauernde örtliche Betäubung, Regionalblockaden und ein multimodales Schema mit Nicht-Opiaten[3]. Ziel ist, den Verbrauch von Opiaten zu senken[3].

Hilft eine Fettabsaugung gegen Lipödem-Schmerzen?

In einer Meta-Analyse mit zehn Studien und 901 Patientinnen und Patienten mit Lipödem an den Beinen berichteten 87,7 % über weniger Schmerzen nach der Fettabsaugung[12]. Eine andere Meta-Analyse berichtet, dass über die Hälfte der Patientinnen und Patienten danach weiterhin konservative Therapie brauchte[14].

Quellen

  1. Clinical study evaluating the perioperative combination of duloxetine and pregabalin to improve postoperative pain after mega-liposuction surgery under general anesthesia: a double-blind randomized clinical trial. Anesthesia and pain medicine. 2026. PubMed 42419746
  2. Tumescent anaesthesia. The surgeon : journal of the Royal Colleges of Surgeons of Edinburgh and Ireland. 2013. PubMed 23375489
  3. Pain Management and Body Contouring. Clinics in plastic surgery. 2019. PubMed 30447826
  4. Liposuction. Dermatologic clinics. 2001. PubMed 11599405
  5. The Safety of Large-Amount Liposuction: A Retrospective Analysis of 28 Cases. Journal of cutaneous and aesthetic surgery. 2023. PubMed 38189064
  6. Intraoperative Ketamine and Magnesium Therapy to Control Postoperative Pain After Abdominoplasty and/or Liposuction: A Clinical Randomized Trial. Journal of pain research. 2020. PubMed 33235492
  7. Optimizing Liposuction with Tranexamic Acid in Tumescence: A Double-Blind, Contralateral, Randomized Clinical Trial. Plastic and reconstructive surgery. 2026. PubMed 40674620
  8. Opioid-Prescribing Patterns in Body Contouring Surgery. Aesthetic surgery journal. 2023. PubMed 37185594
  9. Shockwave therapy in lipedema patients: A prospective study. Phlebology. 2026. PubMed 40391527
  10. Effects of noise isolation using noise-canceling headphones during lymphedema liposuction on postoperative pain in patients undergoing general anesthesia: a protocol for a randomized controlled trial. Trials. 2026. PubMed 41782052
  11. Relationship between Postoperative Complications and Ratio of Amount of Wetting Solution to Ideal Body Weight in Liposuction Procedures. Journal of personalized medicine. 2024. PubMed 38793076
  12. Pain Reduction Following Liposuction for Lower Limb Lipedema: A Systematic Review and Meta-analysis. Aesthetic plastic surgery. 2026. PubMed 42864541
  13. Liposuction in the Treatment of Lipedema: A Longitudinal Study. Archives of plastic surgery. 2017. PubMed 28728329
  14. Efficacy of Liposuction in the Treatment of Lipedema: A Meta-Analysis. Cureus. 2024. PubMed 38558609
  15. [Lipedema pain-the neglected symptom]. Dermatologie (Heidelberg, Germany). 2023. PubMed 37438647

Liposuction.com Editorial Team.